Die Montagsfrage #11 – Was ist Dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

Die Montagsfrage ist ein Dialog, der allerlei Themen bezüglich diverser Aspekte des Literaturbetriebs umfasst. Die Frage wird wöchentlich gestellt von Antonia bei Lauter&Leise.

Heute verrate ich euch meine Tipps und Tricks zum preiswerten Bücherkauf.


Die Backlist der unbeantworteten Montagsfragen hat mich heute auf ein spannendes und dauerhaft aktuelles Thema aufmerksam gemacht.


Die Montagsfrage #11 lautet: Was ist Dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

Meine erste Reaktion auf diese Frage und der beste Tipp, den ich jeder Wild- und Feldbeuterin, den Sammler:innen und Jäger:innen unter den Buchbesessenen mitgeben kann, lautet:


Überlege dir gut, ob du dieses Buch wirklich kaufen und besitzen –
oder eigentlich nur in der Hand halten und lesen möchtest
.


Bücher sind eine derjenigen Waren, deren Wert in ihrer Substanz liegt, weswegen der Kauf eines Buchs nicht unbedingt semantisch mit dem Besitz eines Buchs zusammenhängt. Den Inhalt zu erfahren, die Figuren kennenzulernen und die Geschichte von Anfang bis Ende mit zu verfolgen bedeutet nicht, das Buch gekauft zu haben oder kaufen zu müssen – obwohl dies natürlich auch der Fall sein kann.

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Wie fühlst du dich, wenn du dir vor einem Monat oder einem Jahr gekaufte Bücher anschaust?
Was sagt die Kosten-Nutzen-Analyse?


Eine Kosten-Nutzen-Analyse lohnt sich beim Kauf eines Kleidungsstückes, wenn man sich eine Kapselgarderobe zusammenstellt: da man bestimmte Elemente (das kleine Schwarze, die perfekte Jeans, gemütliche Stiefeletten etc.) doch meistens mehrmals und regelmäßig benutzt. Dementsprechend dürfen da auch die Kosten höher ausfallen.

Ebenso ist es mit Büchern, wobei der Wert hier in mehreren Kategorien betrachtet werden kann: Ist das Buch ästhetisch ansprechend? Erhält es eine prominente Position in deiner Buchvitrine, oder wird es einer von vielen Buchrücken in deinem Riesenregal bleiben? Möchtest du Zitate markieren und diese dann erneut im Buch nachschlagen? Wirst du das Buch geliebten Freund:innen ausleihen, oder selbst mehrmals lesen?

Hier empfehle ich immer und ausnahmslos die Leseprobe – auch wenn die Lieblingsautor:innen mit Neuerscheinungen locken und die Reihenkollektionen nach Vervollständigung verlangen, kann es passieren, dass das Buch diesmal trotzdem nichts für dich ist. Lieber Vorsicht als Nachsicht.

Warum verschwenderisch sein?

Der Aspekt aus zweiter Perspektive, den es hier zu beachten gibt, ist Nachhaltigkeit.

Bücher gehören gelesen. Gib einem gelesenen Exemplar ein neues Zuhause oder biete gelesene Bücher zum Tausch oder Verkauf an. Ich möchte keine explizite Werbung für eine bestimmte Plattform machen, doch gibt es zahlreiche schöne Online-Börsen und Antiquariate, über die man gebrauchte Bücher kaufen und verkaufen kann.

Gerade die Schatzsuche macht bei dem Prozedere oft am meisten Spaß!


Selbstverständlich möchte man ab und zu ein neues Hardcover druckfrisch in den Händen halten und zu den ersten gehören, die darüber sprechen dürfen, wenn man es vorbestellt hat. Solange du nicht jede Neuerscheinung holst, ist ein schönes und kompaktes, qualitativ hochwertiges Bücherregal auch meiner Meinung nach mehr als erstrebenswert.

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Ich erhalte einiges an Neuerscheinungen als Rezensionsexemplare und lese in großen Mengen. Das hat mich besonders zum Thema Nachhaltigkeit und Kaufrausch nachdenken lassen: Da ich ein Teil des Bücherversums bin und dies bleiben möchte, möchte ich auch in die geliebte Community investieren, und verschenke und tausche sehr gerne Bücher.

Mehr über das Thema Büchertausch und Buchgeschenke erfährst du erster Hand, wenn du mir auf Instagram folgst.

Geduld ist eine Tugend. Ist okay, wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, weil ich hier ja auch zu genüge Neuerscheinungen bespreche. Doch dienen diese Besprechungen auch vorrangig dazu, die Kaufentscheidung beispielsweise zu vermeiden, sollte es sich um mittelmäßige Lektüren handeln. Denn dafür ist das Leben nun wirklich zu kurz!


So wie mit jedem anderen Trend verhält es sich auch mit dem Buchmarkt. Neuerscheinungen werden von Schnellkäufer:innen ausgelesen und danach in kaum berührter Form zum Kauf zweiter Hand angeboten. Sie werden in der Bibliothek oder dem Bücherschrank deines Vertrauens landen und dadurch mit geringen Kosten und eventuell sogar gratis verfügbar sein.


Daher fasse ich meine ultimativen Tipps für den preiswertesten Bücherkauf aller Zeiten so zusammen:
Qualität statt Quantität, Recherche statt Schnellkauf,
nachhaltig statt neuwertig – und teilen statt horten.


Jetzt bin ich aber wirklich sehr gespannt, wie ihr das mit dem preiswerten Bücherkauft löst und ob ihr denkt, dass ein preiswerter Bücherkauf überhaupt möglich ist – sei es als Buchblogger:in oder Alltagslesende:r.

Auf Deine Gedanken zum Thema freue ich mich dementsprechend besonders!


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  1. Gebraucht kaufen. Es ist eigentlich unglaublich, wie billig Bücher sind, wenn man ihnen nicht hinterherrent wie der jeweils nächsten Frühjahrskollektion. Fast alle bedeutenden Werke selbst der jüngeren Moderne bekommt man irgendwo für 1 Euro. Und fast alles was 70 Jahre tot ist, steht legal kostenlos im Netz. Wollte ich nicht rezensieren, ich würde angesichts dessen, was ich selbst nach scharfer Auswahl so vorgesetzt bekomme, kaum Neuerscheinungen kaufen. Zumal Bibliothek und Onleihe ja mittlerweile in vielen, auch kleinen, Städten auch sehr aktuell sind.

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  2. Gedanken zu preiswertem Bücherkauf habe ich mir noch nie gemacht. Gekauft wird Papiernes, was großes Interesse weckt. Den größten Teil der gelesenen Bücher biete ich später zum Tausch an, verschenke oder spende sie. So ist mein Bücherbestand in den letzten Jahren gar geschrumpft.

    Gefällt 1 Person

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