Düstere Rituale und ein übermächtiger Orden: Erfahre in dieser Rezension zu „Unser Teil der Nacht“ von Mariana Enriquez alles über das Meisterwerk der La-Plata-Gotik. Im Fokus stehen das Zusammenspiel von Grauen und Realismus, die zentrale Vater-Sohn-Geschichte sowie die feministischen Figurendynamiken. Ein literarisches Muss für alle Liebhaberinnen düsterer Geschichten!
literatur
Fett und hässlich. Asako Yuzuki: „Butter“
Der Bestseller aus Japan bewegt sich inhaltlich zwischen „Das Schweigen der Lämmer“ und „Eat, Pray, Love“; literarisch zwischen Milena Michiko Flashar und Mieko Kawakami. Wie entwickelt sich die Begegnung der jungen ambitionierten Journalistin und der kulinarisch begabten Serienmörderin – und wer ist die tatsächliche Protagonistin in diesem Buch?
Panorama: Literarischer Jahresrückblick 2025
Das Jahr 2025 brachte eine Fülle an fesselnder Literatur mit sich. Meine Lieblingsthemen und -Autorinnen zeige ich heute anhand der Lieblingsvideos auf meinem YouTube-Kanal.
Jahreshiglights 2025: Sachbuch
Das vergangene Lesejahr 2025 war nicht nur in puncto Belletristik, sondern auch im Bereich Sachbuch reichlich und vielfältig ausgestattet. Im Folgenden möchte ich einige bemerkenswerte Highlights vorstellen.
Vitruvianische Familie. Aude: „Das Wanderkind“
Eine unheimliche Familiengeschichte; so knapp wie intensiv – so düster wie gefühlvoll.
Hölle in Ölfarbe. Marianne Ludes: „Trio mit Tiger“
Marianne Ludes hatte exklusiven Zugriff auf die bislang unveröffentlichten Tagebücher Mathilde Beckmanns und erzählt mithilfe dieser und anderer Quellen eine historisch inspirierte Geschichte über große Gefühle und schwierige Bündnisse.
Zurück ins Paradies. Sayaka Murata: „Schwindende Welt“
Sayaka Murata dekonstruiert den wichtigsten gesellschaftlichen Vertrag von allen: Sie hebt die Familie als Menschen zusammenhaltendes Element vollständig auf.
Lächeln und Sterben. Milena Michiko Flašar: „Oben Erde, unten Himmel“
In „Oben Erde, unten Himmel“ zeigt Michiko Flašar mit morbidem Humor und viel Feingefühl, was es bedeuten kann, wenn ein Leben zu Ende gegangen ist – und was bleibt, wenn ein Körper gestorben ist.
Nicht mehr, nicht weniger. Paola Lopez: „Die Summe unserer Teile“
Wenngleich die historische, geographische und psychologische Prämisse der Geschichte enorm ansprechend anmuten, ergibt sich aus der Lektüre die unglückliche Ironie der Titelwahl – denn in meinen Augen ist Lopez‘ Roman genau das, lediglich die Summe ihrer Teile.
Von Sisyphos zu Superman. Stefanie de Velasco: „Liebe Stella oder Radikal hoffnungsvoll in die Zukunft“
In ihrem neuesten Essay hält Stefanie de Velasco den Status quo des Anthropozän mit fatalistischem Humor und feministischem Scharfsinn fest.