Eine unheimliche Familiengeschichte; so knapp wie intensiv – so düster wie gefühlvoll.
neuerscheinung
Gefährliche Gedanken. Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“
Deutscher Buchpreis, Bayerischer Buchpreis, Schweizer Buchpreis: Dorothee Elmigers „Die Holländerinnen“ brilliert mit Form und Inhalt. Doch die Botschaft fällt prekär aus.
Ab in die Hölle. R. F. Kuang: „Katabasis“
Alice Law studiert analytische Magie. Sie ist kurz vor dem Abschluss bei dem besten Magier der Welt: Jacob Grimes. Es gibt nur ein klitzekleines Problem: Jacob Grimes ist gestorben und Alice hat ihren Doktorvater auf dem Gewissen.
Über den Abgrund gehen. Kaśka Bryla: „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“
Als Karl das Krähenbaby die Protagonistin von Autorin zur Mutter werden lässt, möchte sie durch ihn ihre große Erlösung finden. Von welcher großen Schuld möchte sie sich befreien?
Die Uhr wird schlagen. Karl Ove Knausgård: „Die Schule der Nacht“
Tod und Vergänglichkeit, Kunst und Wahrheit, Moral und Vernunft, Gut und Böse – und ein extensives kritisches Register zeitgenössischer Schallplatten.
Lächeln und Sterben. Milena Michiko Flašar: „Oben Erde, unten Himmel“
In „Oben Erde, unten Himmel“ zeigt Michiko Flašar mit morbidem Humor und viel Feingefühl, was es bedeuten kann, wenn ein Leben zu Ende gegangen ist – und was bleibt, wenn ein Körper gestorben ist.
Nicht mehr, nicht weniger. Paola Lopez: „Die Summe unserer Teile“
Wenngleich die historische, geographische und psychologische Prämisse der Geschichte enorm ansprechend anmuten, ergibt sich aus der Lektüre die unglückliche Ironie der Titelwahl – denn in meinen Augen ist Lopez‘ Roman genau das, lediglich die Summe ihrer Teile.
Von Sisyphos zu Superman. Stefanie de Velasco: „Liebe Stella oder Radikal hoffnungsvoll in die Zukunft“
In ihrem neuesten Essay hält Stefanie de Velasco den Status quo des Anthropozän mit fatalistischem Humor und feministischem Scharfsinn fest.
Plombir mit Beigeschmack. Dmitrij Kapitelman: „Russische Spezialitäten“
Ein authentisches Panorama, welches sowohl im zwischenmenschlichen als auch im zeitgeschichtlichen Sinne in intensivsten Farben aufleuchtet.
Sinnliche Vielfalt. Gillian Anderson: „Want“
„Want“ ist eine Sammlung von Briefen über sexuelle Fantasien und Szenen der Lust und Befriedigung, die die Verfasserinnen normalerweise nur in ihren geheimsten Gedanken ausspielen.