Ein aufwühlendes Meisterwerk.
Rezensionen
Ausführliche Analysen zeitgenössischer und klassischer Literatur.
Untermieter des Grauens. Novuyo Rosa Tshuma: „Haus aus Stein“
Tshumas preisgekrönter Debütroman skizziert zugleich das verzerrte und fesselnde Portrait einer fragmentierten Familie und die tragische Geschichte eines von Umbruchszeiten geprägten Landes.
Die Monster sind echt. Layla AlAmmar: „Das Schweigen in mir“
Die Lebensgeschichte, die zwischen den stürmischen Wellen des Gedächtnisgewässers nach und nach sichtbar wird, mutet bereits mit sanften Linien gezeichnet an wie ein unsägliches Ungeheuer.
Häppchen statt Mahlzeit. Min Jin Lee: „Gratisessen für Millionäre“
Ein Roman über den amerikanischen Traum, die knallharte Konkurrenz der New Yorker Unternehmenswelt – und die schicksalhaften Konflikte, die beim Zusammenprall östlicher und westlicher Wertevorstellungen entstehen.
Drei Kurzrezensionen, Edition Weiblich: „Ein Geist in der Kehle“, „Die letzte Frau“ und „Offene Gewässer“
Eine Humoreske in hervorragender Sprache, eine Sammlung mit gefühlsstarker Symbolsprache – und ein Roman, der kräftig ins Herz schneidet.
Leben im Ausnahmezustand. Daniel Schulz: „Ich höre keine Sirenen mehr“
Daniel Schulz reflektiert in diesem Buch die Vorgeschichte, die Auswirkungen und das Ausmaß des Ukrainekriegs im Alltag der dort gebliebenen, kämpfenden Menschen. Eine entsetzliche Landschaft wird mit bewundernswerten Portraits geschmückt.
Die Norm ist ein Hirngespinst. Olga Tokarczuk: „Empusion“
Versucht die Autorin wirklich einen weltberühmten Klassiker zu imitieren?
Twin Peaks, Sibirien. Tomer Dotan-Dreyfus: „Birobidschan“
Ein schräges, amüsantes und komplexes Meisterwerk mit einer künstlerischen Mykorrhiza, welche sorgfältig in den narrativen Boden des Buchs eingearbeitet wurde.
Beichten und büßen. Albert Camus: „Der Fall“
„Der Fall“ gehört zu den wichtigsten Texten des französischen Existenzialismus – und sei, so Camus‘ Zeitgenosse Jean-Paul Sartre, „Der vielleicht schönste und am wenigsten verstandene seiner Romane“. Ob dies bedeutet, dass der Text nicht für einen Einstieg ins Gesamtwerk geeignet ist?
Don Quijote in Budapest. Zsigmond Móricz: „Der glückliche Mensch“
Ein Roman über brutale soziale Not; das erwachende Böse im reichen Menschen – und die bewundernswerte Fähigkeit, standhaft dem nächsten Sonnenaufgang entgegenzublicken.