Ein üppiges, progressives, kurioses und unterhaltsames Panorama – ein wilder literarischer Ritt, welcher jederlei Lesenden sowohl geistig bereichern als auch mehrmals zum lauthals Lachen bewegen wird.
buchtipp
Verbrechen und Strafe. Temur Babluani: „Sonne, Mond und Kornfeld“
Dass es sich bei Temur Babluanis fesselndem Roman „Sonne, Mond und Kornfeld“ um ein Debüt handelt, würde nicht ein einziger Lesender merken: die spannende Geschichte, der nuancierte Protagonist und die gekonnt komponierten Figurendynamiken lassen das üppige Buch kaum aus der… Weiterlesen ›
Willkürliches Arpeggieren. Tamara Štajner: „Raupenfell“
Die slowenische Autorin Tamara Štajner untersucht in ihrem fesselnden Debütroman „Raupenfell“ die Sensibilitäten von Weiblichkeitsmustern, horcht den Echos schwerer Traumata – und obduziert die komplexe Natur von Glück und Schicksal. Auf einer gefühlvollen und ereignisreichen Reise nimmt der Roman mit… Weiterlesen ›
Savasana an der Lethe. Georgi Gospodinov: „Zeitzuflucht“
Georgi Gospodinov obduziert im introspektiven Roman „Zeitzuflucht“ kollektive Traumata aus der europäischen Zeitgeschichte und sinniert über Begriffe wie Vergangenheit, Kindheit und Erinnerung – indem er die zeitlichen Bindungen zwischen diesen Konzepten vollständig aufhebt und die Möglichkeit präsentiert, in ein beliebiges… Weiterlesen ›
Und mittendrin ein toter Mann. Lina Nordquist: „Mein Herz ist eine Krähe“
Lina Nordquist fasziniert und entsetzt gewaltig in ihrem Roman „Mein Herz ist eine Krähe“. Düstere Schicksale, geschildert von zwei Erzählerinnenstimmen, offenbaren nach und nach eine grausame Familiengeschichte voller Verluste und Traumata. Zeitgleich entfaltet das Buch eine so unwiderstehliche Sogwirkung, dass… Weiterlesen ›
Raumschiff Psyche. Olga Ravn: „Die Angestellten“
Olga Ravns Roman „Die Angestellten. Ein Roman über Arbeit im 22. Jahrhundert“ obduziert mit einem analytischen – und doch äußerst gefühlsintensiven – Blick Zukunftsperspektiven, die so düster wie realistisch ausfallen. Aus Zeug*innenberichten menschlicher und humanoider Angestellter eines Raumschiffs erstellt Ravn… Weiterlesen ›
Das notwendige Böse. Moshtari Hilal: „Hässlichkeit“
Die Künstlerin, Kuratorin und Autorin Moshtari Hilal stellte ihre Werke bereits in Berlin, Paris, Madrid, Teheran und New York aus. Sie ist Mitgründerin des Kollektivs AVAH (Afghan Visual Arts and History) und des Rechercheprojekts CCC (Curating Through Conflict with Care) in… Weiterlesen ›
Drei Kurzrezensionen, Edition Körper: „Sonne und Stahl“, „Power Bottom“ und „Frau des Himmels und der Stürme“
Kompakte Eindrücke zu Leseempfehlungen von Wilfried N’Sondé, Yukio Mishima und Evan Tepest.
Untermieter des Grauens. Novuyo Rosa Tshuma: „Haus aus Stein“
Tshumas preisgekrönter Debütroman skizziert zugleich das verzerrte und fesselnde Portrait einer fragmentierten Familie und die tragische Geschichte eines von Umbruchszeiten geprägten Landes.
Der lange Weg zurück. Trude Teige: „Als Großmutter im Regen tanzte“
Ein beeindruckendes und bewegendes Studium norwegisch-deutscher Zeitgeschichte.