Worin liegt der universalistische Wert von „Manifesto. Warum ich niemals aufgebe“ – obwohl die autobiographischen Reflexionen durch ihre Außergewöhnlichkeit eher herausstechen als sich einzufügen?
Neuerscheinungen
Besprechungen aktueller Veröffentlichungen und Debüts.
Rattengift und Rosenduft. Orhan Pamuk: „Die Nächte der Pest“
Welche Nuancen aus dem historischen Osmanischen Reich behandelt Pamuk im neuen Roman – und warum besitzt die im Jahr 1901 spielende Geschichte eine enorme Relevanz für unsere Zeit?
Tumblr kann dichtmachen. Neil Gaiman: „Kunst ist wichtig“
Warum hat Gaimans neuestes Buch eine enorme Sogwirkung – obwohl es die offensichtlichsten Botschaften birgt?
Ignorieren verboten! Frédéric Valin: „Pflegeprotokolle“
Weshalb sollte dieses Buch unbedingt gelesen werden – obwohl der informative Inhalt zugleich ungemütlich, entsetzlich und erschütternd ist?
Im Moos versinken. Jasmin Schreiber: „Der Mauersegler“
Auf welchen Wegen gelangt der Roman beeindruckend tief unter die Haut – und wo werden zeitgleich deutliche Schwächen sichtbar?
Im egozentrischen Museum. Leïla Slimani: „Der Duft der Blumen bei Nacht“
Welche reflexiven Offenbarungen erlebt die Autorin in dieser einzigartigen Nacht in Venedig – und wo reiht sich der schlanke Roman im Gesamtwerk der Autorin ein?
Die Real Housewives von Isental. Joachim B. Schmidt: „Tell“
Ist die gewagte Neuinterpretation der Heldengeschichte in Wahrheit nur ein Gimmick – oder lohnt sich die Lektüre tatsächlich?
In der vierten Dimension. H. G. Wells: „Die Zeitmaschine“
Was macht „Die Zeitmaschine“ zum verrücktesten Abenteuer in Wells‘ Gesamtwerk – und wieso ist gerade die zweisprachige Ausgabe so lesenswert?
Edle Wilde und königliche Sklaven. Aphra Behn: „Oroonoko“
Inwiefern ist die tragische Liebesgeschichte als progressiv und inwiefern bedenklich zu interpretieren – und warum gilt Behns Stimme weiterhin als einzigartig?
Von Leitsternen und perfekten Linsen. Jaan Kross: „Gegenwindschiff“
Gilt die Handlungsgestaltung wahrlich als revolutionär – und ist die Ambivalenz des Protagonisten als faszinierend oder bedenklich zu betrachten?