Im Grunde ist „Normale Menschen“ eine handelsübliche Entwicklungs- und Liebesgeschichte, die zwei junge Individuen in ihrer respektiven Emotionswelt beschreibt – doch zwischen den Zeilen halten sich beunruhigende Alternativinterpretationen versteckt.
Neuerscheinungen
Literarische Abenteuer. Cho Nam-Joo: „Kim Jiyoung, geboren 1982“
Cho Nam-Joos Roman über die Psychose einer jungen koreanischen Frau ist zum weltweiten Bestseller geworden und hat in Korea sogleich Massenproteste ausgelöst. Warum ist diese im minimalistischen Stil verfasste Erzählung so beliebt und gleichermaßen so beunruhigend?
Literarische Abenteuer. Kate Elizabeth Russell: „Meine dunkle Vanessa“
Warum lässt dieser kontroverse Roman niemanden kalt – und weswegen sollte das Buch nicht jeder lesen?
Literarische Abenteuer. Deniz Ohde: „Streulicht“
Der aussagekräftige Debütroman hat einen Platz auf der Shortlist des deutschen Buchpreises erworben und seitdem die Aufmerksamkeit der deutschen Leserschaft gehalten. Er handelt vom Kampf einer jungen Frau um das Recht zur Gleichheit. Was ist daran so außergewöhnlich und lesenswert?
Literarische Abenteuer. Tove Ditlevsen: „Kindheit“
Teil eins der Kopenhagen-Trilogie behandelt Ditlevsens früheste Kindheitserfahrungen und dokumentiert die Anfänge als Dichterin.
Literarische Abenteuer. Der Lesemonat im Rückblick, 01/2021
Im Monatsrückblick lasse ich nochmal die Leseerlebnisse und -Eindrücke der vergangenen Wochen Revue passieren.
Literarische Abenteuer. Julia Phillips: „Das Verschwinden der Erde“
Der Krimiroman besteht aus zwölf ineinandergreifenden Geschichten, jede gefüllt mit kulturellem Nippes und Informationsperlen über das soziopolitische Klima in Petropawlowsk sowie kleineren Dörfern und Gemeinden auf Kamtschatka. Büßt die Erzählung jedoch wegen der Herkunft der Autorin an Authentizität ein?
Literarische Abenteuer. Alena Schröder: „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“
Zwischen zwei Biografien springend beschäftigt sich der Roman mit den Auswirkungen des Nationalsozialismus, dem Kunstraub der Nazis, den Pflichten und Lasten, die einer Mutter und einer Frau zufallen. Überraschend viele Parallelen bilden sich zwischen den Jahrzehnte voneinander entfernten Lebensgeschichten ab.
Literarische Abenteuer. Bov Bjerg: „Serpentinen“
Die Konfrontation mit und Überwindung der eigenen Herkunft, das Entkommen aus den von familiären Bänden und Traumata gestellten Grenzen und Rahmen. Der Versuch, die ewige Wiederkehr des Gleichen zu umgehen.
Vieles misslingt. Soll das so?
Literarische Abenteuer. Young-ha Kim: „Aufzeichnungen eines Serienmörders“
Das spannende Schicksal des 70-Jährigen Serienmörders Byongsu Kim, die Progression seiner Erkrankung an Alzheimer und die Schlacht zwischen Tod und Vergessen bieten in der Tat ein außergewöhnliches und vor allem hochspannendes Leseerlebnis – denn als letzten Akt seiner Lebensgeschichte plant Byongsu Kim den Mord eines höchst gefährlichen Gegners.
Literarische Abenteuer. Lesehighlights 2020
Im Jahresrückblick präsentiere ich zwölf herausragende Leseeindrücke aus dem Jahr 2020.
Literarische Abenteuer. Rebecca Makkai: ‚Die Optimisten‘
„Die Optimisten“ kommt dem Leser mit einer vollen Wucht an Emotionen entgegen. Die Geschichte ist mehr als lesenswert, weil wichtige Bestandteile der Kultur- und Sozialgeschichte preisgegeben werden. Die Handlung dreht sich um eine Pandemie mit tödlichen, grausamen, unaushaltbaren Konsequenzen – aber wir schreiben nicht das Jahr 2020.
Literarische Abenteuer. Jurica Pavicic: ‚Blut und Wasser‘
Die komplexe Erzählung behandelt die Thematik um Kroatiens Geschichte, beschreibt wirtschaftliche Umbrüche und generationenübergreifende Konflikte. Zeitgleich sind die Protagonisten auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen jungen Frau.