Longlist, Shortlist, heiße Begeisterung und lauwarme Leseeindrücke – meine Gedanken zum Deutschen Buchpreis 2021.
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Hamlet mit Grillz. Gabriel Krauze: „Beide Leben“
Brutal, authentisch – brutal authentisch.
Eine fantastische Hölle. Emi Yagi: „Frau Shibatas geniale Idee“
Weder übertrieben noch verfehlt sind die Lobpreisungen und Anerkennung für die Autorin. Doch was ist so einzigartig an „Frau Shibatas genialer Idee“?
Echte Gerechtigkeit nach historischem Unrecht. Sophie Schönberger: „Was soll zurück? Die Restitution von Kulturgütern im Zeitalter der Nostalgie“
„So golden und glänzend wie ausgerechnet heute […] war der Nationalstaat nie.“
Es ist eine Falle! Raven Leilani: „Hitze“
Auf den ersten Blick begibt man sich auf Irrfahrten durch die dystopische Psyche einer Nymphomanin. Allerdings ist das Erotische lediglich der Lockvogel.
Panorama: Schwerpunkt Weltliteratur?
Was bedeutet der historisch ambivalente Begriff und welche Kriterien muss ein Buch erfüllen, um dazu zu gehören?
Idyllische Brutalität: zwischen Gerstenacker und Großstadt. Nataša Kramberger: „Verfluchte Misteln“
An welchen Stellen überzeugt der Roman – und wo kommt das Buch entscheidend zu kurz?
Kinderseele – entzaubert, verstümmelt. Kayo Mpoyi: „Mai bedeutet Wasser“
So poetisch und fesselnd wie der Stil, so belastend ist der Inhalt dieser nuancierten Familienmythologie.
Kaleidoskop der Trauer. Kim Thúy: „Großer Bruder, kleine Schwester“
Stilistisch umwerfend, kompositorisch bedenklich – wird Thúys neuer Roman seinem Namen gerecht?
Im Labyrinth der Realitäten. Te-Ping Chen: „Ist es nicht schön hier“
Erschreckende Realitäten und amüsante Absurditäten – in zehn spannenden Storys nach China und zurück.