„Mein Bruder“ bewegt sich in poetischen Bögen zwischen Memoir, Tagebuch und Roman. Für wen ist diese Lektüre geeignet?
Neuerscheinungen
Brustmilch und Gewaltfantasien. Avni Doshi: „Bitterer Zucker“
Welche Tabus bricht „Bitterer Zucker“ – und warum repräsentiert Doshis Protagonistin eine wichtige Position für aktuelle literarische Diskurse?
Messer, Gabel, Schere, Licht… Lucie Faulerová: „Staubfänger“
Lohnt sich diese ungemütliche, ungewöhnliche Lektüre?
Ein Planet ist ein Planet ist ein Planet. Asja Bakić: „Mars“
Was macht dieses skurrile Büchlein so lebensecht?
Montevideanischer Spiegel. Mercedes Rosende: „Falsche Ursula“
Was macht die scheinbar leichte Lektüre auf den zweiten Blick so vielschichtig?
Aus Geisterwüsten in Blutoasen. Juan Rulfo: „Unter einem ferneren Himmel“
Welche bekannten Inhalte und welche Besonderheiten birgt die Wiederentdeckung des mexikanischen Kultautors?
Apache Subversion. Martina Clavadetscher: „Die Erfindung des Ungehorsams“
Was hebt diesen Roman über Weiblichkeit und künstliche Intelligenz von anderen seinesgleichen ab – und lohnt sich die Lektüre?
Spitzfindige Fotoalben. Bei Dao: „Das Stadttor geht auf“
Bei Dao wurde 1989 seiner Heimat verwiesen. Führt dies im Jugendmemoir zur Behandlung der Heimatstadt als Protagonisten oder Antagonisten?
Betonierte Elegien. Monika Maron: „Flugasche“
Welche Lehren können aus Monika Marons Debütroman „Flugasche“ gezogen werden – und warum durfte dieser in der DDR gar nicht erscheinen?
Hochkonjunktur der Ambivalenz. Bernhard Schlink: „Die Enkelin“
Kann Bernhard Schlinks neuester Roman „Die Enkelin“ als Nachfolger des Weltbestsellers gelesen werden – und wieso ist die neutralste Instanz der Erzählung zeitgleich hochproblematisch?