„Der Fall“ gehört zu den wichtigsten Texten des französischen Existenzialismus – und sei, so Camus‘ Zeitgenosse Jean-Paul Sartre, „Der vielleicht schönste und am wenigsten verstandene seiner Romane“. Ob dies bedeutet, dass der Text nicht für einen Einstieg ins Gesamtwerk geeignet ist?
Klassiker
Drei Kurzrezensionen, Edition Götter und Geister: „Schura“, „Philoktet“ und „Seebeben“
Märchenhafte Geisterwelten, erzählerische Diamanten – und ein Deus ex Machina with a twist.
Gespaltene Wege. Knut Hamsun: „Hunger“
Argumentativ spiegelt dieser Text Hamsuns eigenen Werdegang. Doch ultimativ beschäftigt „Hunger“ sich mit ganz anderen Ideen und Motiven.
… dass da drinnen doch jemand war. Toni Morrison: „Rezitativ“
Im Kinderheim ist damals etwas grauenvolles passiert. Sind Twyla und Roberta allerdings die Täterinnen gewesen – und wessen Erinnerung trügt?
Brutaler Blues. Gayl Jones: „Corregidora“
In ihrem Debütroman „Corregidora“ konstruiert Jones in einer dynamischen, melodischen Sprache verstörende Szenen und zeigt brutale Realitäten gekonnt auf. Doch für welche Leserschaft ist diese heftige Lektüre zu empfehlen?
In der Märchenwelt gefangen. Eeva-Liisa Manner: „Das Mädchen auf der Himmelsbrücke“
Die finnische Autorin Eeva-Liisa Manner erlebte Ihren Durchbruch 1956 mit dem ersten modernistischen Gedichtband Finnlands. Welche Kindheitserinnerungen verarbeitet Manner in ihrem Roman – und begibt sich auch dieser Text in lyrische Gefilde?
Eine unerschöpfliche Quelle. Walerjan Pidmohylnyj: „Die Stadt“
„Die Stadt“ ist ein absoluter Klassiker der ukrainischen Literatur. Lohnt sich die Neuentdeckung dieses üppigen Schmökers?
Seelenlose Blutwurst. Upton Sinclair: „Der Dschungel“
Aus welchen Gründen löste dieser Roman einen Skandal aus – und wurde zum internationalen Bestseller?
Häresie und Slapstick. Umberto Eco: „Der Name der Rose“
Inwiefern hat der komplexe Roman an Aktualität eingebüßt – und aus welchen Gründen ist der teils rasante, teils meditative Klosterkrimi weiterhin hochgradig empfehlenswert?
In der vierten Dimension. H. G. Wells: „Die Zeitmaschine“
Was macht „Die Zeitmaschine“ zum verrücktesten Abenteuer in Wells‘ Gesamtwerk – und wieso ist gerade die zweisprachige Ausgabe so lesenswert?