Auf welchen Wegen gelangt der Roman beeindruckend tief unter die Haut – und wo werden zeitgleich deutliche Schwächen sichtbar?
literaturkritik
Im egozentrischen Museum. Leïla Slimani: „Der Duft der Blumen bei Nacht“
Welche reflexiven Offenbarungen erlebt die Autorin in dieser einzigartigen Nacht in Venedig – und wo reiht sich der schlanke Roman im Gesamtwerk der Autorin ein?
Panorama: Kunst als Literatur
Bieten Bücher über Kunstwerke eine authentische Symbiose in Druckform – oder ermöglichen sie nur einen Abglanz des Echten zu erhaschen?
Die Real Housewives von Isental. Joachim B. Schmidt: „Tell“
Ist die gewagte Neuinterpretation der Heldengeschichte in Wahrheit nur ein Gimmick – oder lohnt sich die Lektüre tatsächlich?
In der vierten Dimension. H. G. Wells: „Die Zeitmaschine“
Was macht „Die Zeitmaschine“ zum verrücktesten Abenteuer in Wells‘ Gesamtwerk – und wieso ist gerade die zweisprachige Ausgabe so lesenswert?
Edle Wilde und königliche Sklaven. Aphra Behn: „Oroonoko“
Inwiefern ist die tragische Liebesgeschichte als progressiv und inwiefern bedenklich zu interpretieren – und warum gilt Behns Stimme weiterhin als einzigartig?
Von Leitsternen und perfekten Linsen. Jaan Kross: „Gegenwindschiff“
Gilt die Handlungsgestaltung wahrlich als revolutionär – und ist die Ambivalenz des Protagonisten als faszinierend oder bedenklich zu betrachten?
Von Todesfugen und Fegefeuern. Szczepan Twardoch: „Der Boxer“
Kommen in Twardochs Roman „Der Boxer“ wirklich nur böse Menschen vor – und warum schwebt da ein Pottwal über der polnischen Hauptstadt?
Von Helden und Volksverrätern. Seikō Itō: „Das Romanverbot ist nur zu begrüßen“
Wie ist die Beziehung zwischen Genre und Titel in „Das Romanverbot ist nur zu begrüßen“ zu erklären – und ist dieses Anti-Buch die Arbeit wirklich wert, die es von seiner Leserschaft fordert?
Turteln und Tagträumen. Karl Ove Knausgård: „Im Herbst“
Begegnen wir hier einem vollständig anderen Karl Ove – oder ist eine goldene Mitte noch auffindbar?
Der Schatten hinter dir. Fatma Aydemir: „Dschinns“
Welche der sechs Protagonist:innen in „Dschinns“ ist eigentlich ein:e Antagonist:in – und warum wird dieser Roman jedem Lesenden gnadenlos am Herzen zerren?
CSI: Paris. Michel Houellebecq: „Vernichten“
Was hat der neue Roman mit seinem direkten Vorgänger gemeinsam – und warum gilt das neue Buch für Fans zugleich als Vervollkommnung und Enttäuschung?
Das Land der Dschinns und Ungeheuer. Abdulrazak Gurnah: „Das verlorene Paradies“
Warum ist die Entwicklungsgeschichte des zwölfjährigen Yusuf so schockierend – und was macht den indiskutablen Wert von Gurnahs Romanen aus?