Warum schmerzen die erzählerischen Fesseln dieses Romans – und wo trifft Lux‘ Debüt auf hochaktuelle Brennpunkte?
Belletristik
Knochen, Asche, Seele. Dantiel W. Moniz: „Milch Blut Hitze. Storys“
In welchen Kombinationen webt die Autorin die Bedeutungen und Trageflächen ihrer Titelwörter ineinander – und warum handelt es sich bei jeder einzelnen Story um ein ganz besonderes Leseerlebnis?
Fantastische Tierwesen und aquatische Machenschaften. Juhani Karila: „Der Fluch des Hechts“
Worin liegt das Besondere in diesem märchenhaften Debüt – und wieso sind die fantastischen Kapitel in Karilas Roman wesentlich realistischer als sie anhand ihrer Kulissen- und Figurenbeschreibungen zu sein scheinen?
Rattengift und Rosenduft. Orhan Pamuk: „Die Nächte der Pest“
Welche Nuancen aus dem historischen Osmanischen Reich behandelt Pamuk im neuen Roman – und warum besitzt die im Jahr 1901 spielende Geschichte eine enorme Relevanz für unsere Zeit?
Im Moos versinken. Jasmin Schreiber: „Der Mauersegler“
Auf welchen Wegen gelangt der Roman beeindruckend tief unter die Haut – und wo werden zeitgleich deutliche Schwächen sichtbar?
Panorama: unabhängig lesen?
Wie liest man eigentlich Indie – und inwiefern ist ein von Medien beeinträchtigtes Leseverhalten überhaupt als unabhängig zu betrachten?
Im egozentrischen Museum. Leïla Slimani: „Der Duft der Blumen bei Nacht“
Welche reflexiven Offenbarungen erlebt die Autorin in dieser einzigartigen Nacht in Venedig – und wo reiht sich der schlanke Roman im Gesamtwerk der Autorin ein?
Die Real Housewives von Isental. Joachim B. Schmidt: „Tell“
Ist die gewagte Neuinterpretation der Heldengeschichte in Wahrheit nur ein Gimmick – oder lohnt sich die Lektüre tatsächlich?
In der vierten Dimension. H. G. Wells: „Die Zeitmaschine“
Was macht „Die Zeitmaschine“ zum verrücktesten Abenteuer in Wells‘ Gesamtwerk – und wieso ist gerade die zweisprachige Ausgabe so lesenswert?
Von Leitsternen und perfekten Linsen. Jaan Kross: „Gegenwindschiff“
Gilt die Handlungsgestaltung wahrlich als revolutionär – und ist die Ambivalenz des Protagonisten als faszinierend oder bedenklich zu betrachten?
Von Todesfugen und Fegefeuern. Szczepan Twardoch: „Der Boxer“
Kommen in Twardochs Roman „Der Boxer“ wirklich nur böse Menschen vor – und warum schwebt da ein Pottwal über der polnischen Hauptstadt?
Von Helden und Volksverrätern. Seikō Itō: „Das Romanverbot ist nur zu begrüßen“
Wie ist die Beziehung zwischen Genre und Titel in „Das Romanverbot ist nur zu begrüßen“ zu erklären – und ist dieses Anti-Buch die Arbeit wirklich wert, die es von seiner Leserschaft fordert?
Der Schatten hinter dir. Fatma Aydemir: „Dschinns“
Welche der sechs Protagonist:innen in „Dschinns“ ist eigentlich ein:e Antagonist:in – und warum wird dieser Roman jedem Lesenden gnadenlos am Herzen zerren?